Bewusst essen mit der Planetary Health Diet
Was wir Tag für Tag konsumieren, hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche unseres Lebens und unserer Umwelt. Doch wie kann eine Ernährung aussehen, die einen höheren Anteil pflanzlicher Lebensmittel und eine ausgewogene Vielfalt in den Mittelpunkt stellt? Ein Ansatz dafür ist die Planetary Health Diet.
Eine Ernährung nach den Empfehlungen der Planetary Health Diet
Die Planetary Health Diet (PHD) wurde von 37 Expert:innen aus 16 Ländern im Rahmen der internationalen EAT-Lancet-Kommission entwickelt. Ziel ihrer wissenschaftlichen Arbeit war die Entwicklung eines Ernährungskonzepts für eine wachsende Weltbevölkerung unter Berücksichtigung der sogenannten planetaren Grenzen. Die Planetary Health Diet verbindet eine ausgewogene Ernährung mit den im Planetary-Health-Diet-Konzept beschriebenen Umwelt- und Ernährungsthemen und basiert auf dem Konzept eines Ernährungssystems, das gesundheitliche und ökologische Aspekte berücksichtigt. Dafür umfasst der Speiseplan der Planetary Health Diet überwiegend pflanzliche Lebensmittel, setzt aber nicht zwingend auf eine vegane Ernährung.
Um unsere derzeitigen Ernährungsgewohnheiten und den damit verbundenen Bedarf an Lebensmitteln zu decken, brauchen wir Deutschen bereits heute mehr Ackerfläche, als uns global pro Person zur Verfügung steht. Es ist Zeit, sich mit zukünftigen Ernährungsgewohnheiten auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit WWF setzt sich EDEKA für die Förderung bewussterer Ernährungsgewohnheiten ein. Bereits seit 2009 arbeiten wir im Rahmen unserer Partnerschaft daran, Produkte und Lieferketten weiterzuentwickeln. Wir möchten Verbraucher:innen informieren und motivieren, sich mit den im Planetary-Health-Diet-Konzept beschriebenen planetaren Grenzen auseinanderzusetzen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass ausgewogene Ernährung einfach und lecker sein kann.
Die Planetary Health Diet verbindet eine pflanzenbetonte Ernährungsweise mit den im Konzept beschriebenen Umwelt- und Ernährungsthemen.
Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide sind dafür geeignet, den Bedarf an Vitaminen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen zu decken. Deshalb empfehlen Mediziner:innen weltweit, eine bunte Vielfalt von pflanzlichen Produkten auf unsere Teller zu bringen.
Bewusster essen mit mehr Gemüse und weniger Fleisch
Wichtiger Bestandteil des Planetary Health Diet Plans ist die Verlagerung von tierischen auf pflanzliche Proteine. Neben Gemüse, Obst, Vollkorngetreide sowie reichlich Hülsenfrüchten, Nüssen und gesunden Pflanzenölen besteht die Ernährungsweise optional auch aus tierischen Produkten. Diese sollten allerdings im geringen Maße konsumiert werden. So ist die Empfehlung, nicht häufiger als einmal pro Woche Fleisch und einmal Fisch zu essen* und andere tierische Produkte und Erzeugnisse in kleinen Dosen zu genießen. Zudem sollte der Zuckerkonsum etwa halbiert werden.
Viele uns bekannte und beliebte Gerichte passen bereits sehr gut in die Ernährungsform bzw. lassen sich mit wenigen Änderungen anpassen. So wird z. B. aus der Hackfleisch-Bolognese im Handumdrehen eine Linsen-Bolognese, die hervorragend zu Vollkornnudeln passt oder aus dem Chili con Carne ein Chili sin Carne mit Sojahack.
* als Richtwerte gelten ca. 200g Hühnchen sowie ca. 50g Schwein und Rind in der Woche. Demnach könnte man z. B. einmal im Monat ein Schweine- oder Rindersteak genießen.
Planetarisch kulinarisch – unsere Wochenpläne zum Download
Wie genau ein Speiseplan nach der Planetary Health Diet aussehen kann, siehst du in unseren Wochenplänen zum Downloaden. Gemeinsam mit dem WWF unterstützen wir dich gerne dabei, eine vegane, vegetarische oder flexitarische Ernährung auszuprobieren und verschiedene Ernährungsformen kennenzulernen.
Hinweis: Je nach Endgerät und User-Einstellungen kann es beim Öffnen der Pläne zu Problem kommen. Wir empfehlen, die Wochenpläne mit einem PDF-Reader zu öffnen, um diese Probleme auszuschließen.
Wende dich bei Fragen gerne jederzeit an unseren Kundenservice.
Wie kann ich die Prinzipien der Planetary Health Diet im Alltag berücksichtigen?
Greife nach Möglichkeit auf Bio-Produkte und fair gehandelte Ware (Fairtrade) zurück.
Achte auf Saisonalität und Regionalität. Dadurch kannst du die Herkunft von Lebensmitteln leichter nachvollziehen und regionale Erzeugnisse berücksichtigen.
Versuche maximal einmal pro Woche Fleisch und einmal Fisch zu essen und auf Produkte mit definierten Haltungs- oder Zertifizierungsstandards zu achten. Idealerweise kaufst du so weniger Fleisch mit höherer Qualität.
Probiere es doch mal pflanzlich! Viele tierische Produkte gibt es mittlerweile auch in pflanzlicher Variante. Zu deinem Planetary-Health-Frühstück passt zum Beispiel Hafermilch statt Kuhmilch zum Kaffee oder Rührei aus Tofu.
Vermeide stark verarbeitete Lebensmittel und greife auf Vollkornprodukte zurück.
Gestalte deinen Teller so bunt und abwechslungsreich wie möglich: Baue in jede Mahlzeit Obst und/ oder Gemüse ein und mache dir über den Tag frische Snacks.
Neben Obst und Gemüse sind auch Nüsse gut als Snack oder Verfeinerung in Salaten und anderen Gerichten geeignet – verwende, wenn verfügbar, leckere regionale Nüsse wie z. B. Walnüsse.
Auch Hülsenfrüchte wie z. B. Kichererbsen lassen sich leicht in viele Gerichte einbauen – das ist nicht nur lecker, sondern dient auch als pflanzliche Proteinquelle.
Nutze unsere PHD-konformen Wochenpläne. So behältst du beim Einkaufen und Kochen den Überblick.
Meal Prep: Wenn du wenig Zeit zum Kochen hast, dann kannst du Gerichte vorbereiten.
Planetary Health Diet – Auch der bewusste Umgang mit Lebensmitteln spielt im Konzept der Planetary Health Diet eine Rolle.
Wer Lebensmittel bewusst einkauft und plant, kann den Alltag leichter organisieren und Lebensmittelverluste vermeiden.
Ist doch einmal zu viel im Einkaufswagen gelandet, lässt sich mit richtiger Aufbewahrung, geschickter Resteverwertung und pfiffigen Ideen für die Weitergabe von überschüssigen Lebensmitteln ein Wegwerfen vermeiden. Ganz konkret helfen dabei PHD-konforme Wochenpläne und die gute alte Einkaufsliste. Diese lässt sich mit modernen Apps einfach verwalten, mit anderen Familien- oder WG-Mitgliedern teilen und synchronisieren. Auch das Vorkochen und Einfrieren von Gerichten kann die Planung im Alltag erleichtern und dazu beitragen, Lebensmittel besser zu nutzen.
Planetary Health Diet – What the Fact?!