Pfirsich, Plattpfirsich, Aprikose und Nektarine: Was ist der Unterschied?

Der Plattpfirsich ist eine Mutation des Pfirsichs und unterscheidet sich - wie der Name schon sagt - in der Form, aber auch im Geschmack: Das weiße Fruchtfleisch ist bei reifen Exemplaren besonders süß und aromatisch. Die Steinobstsorten Pfirsich und Aprikose sind eng miteinander verwandt. Dennoch bestehen zwischen ihnen deutliche Unterschiede. Bei der Nektarine handelt es sich dagegen vermutlich um eine Mutante des Pfirsichs. Alle drei Steinobstsorten zählen zur Familie der Rosengewächse, zu der auch Zwetschgen, Kirschen und Mandeln gerechnet werden. Pfirsich, Aprikose und Nektarine unterscheiden sich in Geschmack, Schale und Struktur.

Der Pfirsich stammt ursprünglich aus China. Es gibt viele verschiedene Pfirsicharten, die meisten zeichnen sich jedoch durch eine runde oder leicht spitz zulaufende Fruchtform aus. Typisches Merkmal von Pfirsichen ist die samtartige Haut mit flaumiger Behaarung. Dazu kommen eine Längsfurche, die über die Oberfläche der Frucht verläuft, und ein deutlich vertiefter Stielansatz. Die Farbe variiert von Orange und Rot über Gelbtöne bis hinein ins Grünliche. Die Früchte gelangen meist noch relativ hart in den Handel, da sie sehr empfindlich sind, reifen aber innerhalb weniger Tage nach. Pfirsiche haben zwischen Mai und September Saison – ihr Geschmack ist süß und aromatisch, weshalb das Obst meist roh verzehrt oder zu Süßspeisen und Desserts verarbeitet wird. Zum Beispiel zu raffinierter Giraffencreme, einem leckeren Schichtdessert im Glas. – in unserem Rezept für Pfirsich-Tarte landet es sogar auf dem Grill.

Wie der Pfirsich stammt auch die Aprikose ursprünglich aus Zentralasien, vermutlich aus dem nördlichen China. Auch von ihr sind zahlreiche Unterarten bekannt. Aprikosen sind jedoch deutlich kleiner als Pfirsiche und haben im Vergleich eine meist glatte, selten etwas samtige Haut. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist die Naht, die rund um die Aprikose verläuft und die Frucht in zwei Hälften teilt. Der Stein in der Aprikose lässt sich leicht vom Fruchtfleisch lösen. Aprikosen sind gelb bis orange mit weißlichem, gelblichem oder orangefarbenem Fruchtfleisch. Es ist etwas weniger saftig als das des Pfirsichs. Aprikosen schmecken süß-aromatisch und lassen sich wie Pfirsiche weiterverarbeiten oder roh verzehren. Immer lecker: Saftiger Aprikosenkuchen vom Blech. Gleich nachbacken! Auch mit würzigen Aromen lässt sich Aprikose gut kombinieren – etwas als Aprikosen-Chutney. Aprikosenkonfitüre bildet zudem die Basis für das Aprikotieren von Gebäck.

Die Nektarine, die Sie beispielsweise für unsere gelbe Grütze verwenden, ist wahrscheinlich eine Mutante des Pfirsichs. Sie unterscheidet sich von ihm unter anderem durch ihre glatte Haut. Im Gegensatz zum saftig-süßen Pfirsich kann der Geschmack der Nektarine eine leicht säuerliche Note aufweisen. Merkmale wie Größe, Kernstruktur und die Längsfurche teilen Nektarinen dagegen mit Pfirsichen.

Hauptlieferländer von Pfirsichen und Nektarinen für den deutschen Markt sind Italien, Spanien, Frankreich und auch Griechenland. Dabei erfreuen sich die weißfleischigen Sorten von Pfirsichen und Nektarinen steigender Beliebtheit. Aprikosen kommen ebenfalls aus den genannten Ländern, wobei ergänzend Aprikosen aus der Türkei hinzukommen.

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