Sushi und Wasabi: Wieso gehören sie zusammen?

Sushi und Wasabi gehören zusammen. Aber wieso? Ganz einfach: Der grüne Schärfe-Kick aus der geriebenen Wurzel der Wasabi-Knolle hat antibakterielle Eigenschaften. Diese Wirkung sollte einst den Verzehr von rohem Fisch sicherer machen.

Sushi und Wasabi – das Geheimnis des ikonischen Duos

Liebhaber dieses japanischen Kult-Gerichts wissen es längst: Sushi und Wasabi gehören zusammen. Der Grund hierfür ist aber nicht kulinarischer, sondern ursprünglich medizinischer Natur.

Denn bevor es Kühlschränke gab, verdarben Lebensmittel häufiger. Um den Genuss von Leckereien wie rohem Fisch sicherer zu machen, wurden sie gerne mit Wasabi kombiniert, weil darin Senföle enthalten sind. Und die haben erwiesenermaßen antibakterielle Eigenschaften und können so das Risiko für Lebensmittelvergiftungen senken. Aus diesem Grund soll der japanische Kaiser schon vor über 1000 Jahren viele seiner Speisen mit Wasabi verfeinert haben. Heute wird Wasabi als Sushi-Beilage dagegen vor allem wegen seines raffinierten frischen Geschmacks geschätzt, der das Aroma von Fisch und Reis optimal unterstützt.

Im Gegensatz zum Meerettich verflüchtigt sich die Schärfe von Wasabi schneller, so dass die Tuben und Dosen nach Verwendung sofort wieder luftdicht verschlossen werden sollten. Frischer Wasabi ist außerhalb von Japan schwer zu bekommen.

Sushi mit Wasabi würzen – eine Anleitung

Sie wollen für Ihr Sushi Wasabi und Sojasauce mischen? Das gilt unter Kennern als großer Fauxpas. Richtig würzen Sie mit Wasabi hingegen so:

  • Nehmen Sie mit einem Essstäbchen etwas Wasabi auf und streichen Sie die Paste direkt auf Maki, Nigiri oder andere Sushi-Varianten.

  • Jetzt tunken Sie Ihr gewürztes Sushi in die Sojasauce und verzehren es dann in einem Happs.

  • Ein Stück eingelegter Ingwer macht Ihren Genuss im Anschluss vollkommen.

Sushi, Wasabi und Ingwer: Was ist Wasabi eigentlich?

Wasabi gehört wie Senf und Meerettich zur Familie der Kreuzblütengewächse. Die grüne Paste ist der geriebene Wurzelstock der Pflanze. Gut zu wissen: Obwohl Wasabi auch als japanischer Meerrettich bekannt ist, haben die beiden Knollen botanisch nichts gemein. Einzig die hohe Menge an Senfölen verbindet sie – und lässt Wasabi und auch Meerrettich als gesund gelten, weil es zum Beispiel die Verdauung fördern soll. Ingwer gehört dagegen zur Familie der Ingwergewächse. Schuld an der Schärfe ist hierbei die darin enthaltene Substanz Gingerol.

Vorsicht: Fertige Wasabi-Pasten und -Pulver bestehen oft lediglich aus eingefärbtem weißem Meerrettich. Denn Letzterer ist deutlich günstiger als das Original. Wie Sie das Original erkennen? Produkte aus echtem Wasabi sind von pastellgrüner Farbe und weniger intensiv scharf.

Ob Sie zu frischer Ware, Paste oder Pulver greifen, ist für den authentischen Genuss übrigens unerheblich. Hauptsache, Sie wählen ein Produkt aus echtem Wasabi und genießen damit gesundes Sushi.

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