Was ist eigentlich Wildbret?

Der Begriff Wildbret oder auch Wildpret leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen ab und bezeichnet das Fleisch von freilebendem Wild. Dieses Wild unterliegt dem Jagdrecht und ist für den menschlichen Verzehr geeignet. Wildbret kann aber auch von Tieren stammen, die in geschlossenen Gehegen leben und dort unter ähnlichen Bedingungen leben wie freilebendes Wild, es wird als Gatterwild bezeichnet.

Unterschieden wird zwischen Haarwild (Säugetiere) und Federwild (Vögel). Zu dem am meisten verbreiteten Haarwild in Deutschland zählen Rehe, Hirschwild, Wildschweine, Hasen und Wildkaninchen. Beim Federwild sind es Wildenten, Fasane, Wildgänse, Wildtauben und Rebhühner. Um die Bestände zu schützen, gelten für die unterschiedlichen Wildarten individuelle Jagdzeiten sowie Jagdquoten.

Charakteristisch für Wildbret sind die zumeist dunkle Färbung sowie der typische Wildgeschmack, der mit zunehmendem Alter immer intensiver wird. Aus diesem Grund gelten vor allem jüngere Tiere als Delikatesse. Älteres Wild gilt hingegen teilweise als ungenießbar, etwa der ausgewachsene Eber bei Wildschweinen. Wildfleisch ist in der Regel sehr fettarm: Durchschnittlich hat es zwischen 1 und 9 Prozent Fett. Der Eiweißgehalt liegt zwischen 20 und 25 Prozent. Positiv ist außerdem das Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren hervorzuheben: Während der Anteil gesättigter Fettsäuren mit 3 Prozent recht niedrig ist, liegt der Anteil gesunder ungesättigter Fettsäuren bei etwa 66 Prozent. Wildfleisch ist außerdem reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Phosphor sowie B-Vitaminen.

Auch die allgemeine Fleischhygiene spielt eine wichtige Rolle. Jäger sind unter anderem dazu verpflichtet, die erlegten Tiere auf bestimmte Krankheitserreger zu testen. Dank dieser Vorschriften können Sie Wildbret in Maßen ruhigen Gewissens genießen. Vorsicht gilt jedoch bei Wild, das mit bleihaltiger Munition geschossen wurde: Bei Schwangeren und Kleinkindern kann bereits eine geringe Bleiaufnahme zu Gesundheitsschäden führen.

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