Wie werden die Beeren der Berberitze verwendet?
Die Berberitze eignet sich nicht nur als dekorative Hecke im Garten: Die Beeren des dornigen Strauches können auch verzehrt werden. Aus Berberitzenbeeren lässt sich Marmelade oder Essig herstellen. Sie eignen sich aber auch als Gewürz oder können im getrockneten Zustand pur gegessen werden. Allerdings dürfen nur die Beeren der Gewöhnlichen Berberitze ohne Bedenken verzehrt werden. Alle anderen Teile des Strauches sowie die Beeren anderer Sauerdornarten sind giftig.
Wie andere Beeren lassen sich auch die Früchte der Gewöhnlichen Berberitze zu Marmelade verkochen. Ein Berberritzengelee stellt man zum Beispiel her, indem man die Beeren in Wasser abkocht, durch ein Sieb presst und den Saft auffängt. 500 Milliliter Berberitzensaft wird dann mit 500 Milliliter Apfelsaft und einem Kilo Gelierzucker zu Gelee verkocht.
Möchte man die Beeren pur verwerten, sollte man sie trocknen – sie haben dann einen leicht säuerlichen Geschmack und können wie Rosinen verwendet werden. Getrocknete Berberitzenbeeren schmecken zum Beispiel als Gewürz in orientalischen Reisgerichten, denen man sonst Rosinen zufügen würde. Dazu lässt man den entsprechend gewürzten Langkornreis köcheln und gibt die Beeren hinzu, kurz bevor der Reis gar ist. Anschließend noch einige Minuten mitköcheln lassen. In der persischen Küche ist der Berberritzenreis unter dem Namen Sereschk Polo bekannt. Zum Berberitzenreis schmeckt Hähnchen oder Lamm.
Aus den Beeren der Berberitze kann man auch Essig gewinnen. Um einen Berberitzenessig anzusetzen, werden die frischen Beeren in eine Flasche mit Weinessig gegeben und unter gelegentlichem Umdrehen ein bis zwei Wochen an einem dunklen Ort gelagert. Danach entfernt man die Beeren aus der Flasche – zum Beispiel durch ein Sieb – und der nun bräunliche Essig kann nach Belieben zum Kochen verwendet werden.
Die Beeren eignen sich auch, um Likör anzusetzen. Dafür gibt man 500 Gramm Berberitzenbeeren mit etwa 200 Gramm Zucker und 700 Millilitern Wodka oder Rum in ein Ansatzgefäß und würzt die Mischung nach Belieben – etwa mit einer Vanilleschote. Die Mischung wird luftdicht verschlossen drei Monate stehen gelassen und ab und zu geschüttelt. Wenn sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, können die Früchte ausgesiebt und das Getränk in Flaschen abgefüllt werden.