Was ist das Mostgewicht?

Das Mostgewicht gibt den natürlichen Zuckergehalt des Traubenmosts vor der Gärung an. Insbesondere handelt es sich um den Gehalt von Trauben- und Fruchtzucker. Daraus lässt sich die zu erwartende Qualitätsstufe und der Alkoholgehalt des Weins ableiten. Je mehr Zucker enthalten ist und während des Gärprozesses zu Alkohol umgewandelt werden kann, desto höher kann später der Alkoholgehalt des Weines liegen.

Welchen Einfluss hat das Mostgewicht auf die Qualität des Weins?

Das Mostgewicht wird in Grad Oechsle (°Oechsle oder °Oe) angegeben. Die Einheit ist nach ihrem Erfinder Ferdinand Oechsle benannt und gibt Aufschluss über die spätere Qualitätsstufe des Weins. Reifere Weintrauben haben einen höheren Zuckergehalt und damit auch ein höheres Mostgewicht. Generell lässt sich sagen: Je höher der Oechslegrad, desto höher die Qualitätsstufe nach deutschem Weinrecht.

Eiswein hat z.B. ein hohes Mostgewicht von etwa 110 Oechsle, weil die Trauben am längsten an der Rebe hängen bleiben dürfen und so mehr Zeit haben, Zucker zu bilden. Kabinettswein hat hingegen nur 70-80 Oechsle. Gemessen wird das Mostgewicht in Deutschland mit einem Refraktometer.

Um die Qualität der Weine zu sichern, hat das deutsche Weingesetz ein Mostgewicht für die unterschiedlichen Rebsorten festgelegt, das mindestens erreicht werden muss. Viele Winzer haben jedoch höhere Standards für ihren Traubenmost.

Erfahren Sie in unserem Expertenwissen außerdem, wie alkoholfreier Wein hergestellt wird, oder was einen Grand Vin auszeichnet.

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