Was zeichnet den Weinbau in der Schweiz aus?

Weine aus der Schweiz sind hierzulande weitestgehend unbekannt. Trotzdem hat der Weinbau in der Schweiz hat eine lange Tradition. Er wurde durch die alten Römer begründet, die im Raum Basel sowie Windisch erste Rebstöcke pflanzten. Vor allem aufgrund der geografischen Lage in den Alpen hat der Schweizer Weinbau einige spezifische Merkmale.

Er ist stark durch die gebirgsreiche Landschaft geprägt. Viele Rebflächen weisen eine Hangneigung von bis zu 70 Prozent auf. Dadurch gestaltet sich der Weinbau in der Schweiz besonders schwierig und aufwendig, und entsprechend sind die Weine recht kostspielig. Die hohen Preise sowie die große Nachfrage im Inland führen dazu, dass nur eine verschwindend geringe Menge ins Ausland exportiert wird. Knapp 99 Prozent der eidgenössischen Weine werden für den heimischen Markt produziert.

Die Schweiz teilt sich landschaftlich in mehrere Weinregionen auf, die recht unterschiedliche Weine produzieren. Der Kanton Tessin ist beispielsweise auf Merlot spezialisiert, mehr als 80 Prozent der Fläche ist mit dieser Traube bestockt. Der Kanton Wallis dagegen ist im Weinbau besonders vielseitig. Viele Weine aus dieser Gegend sind eher rustikal, andere erreichen dagegen eine ausgesprochen hohe Qualität. Sie werden beispielsweise aus der Edeltraube Syrah gekeltert. Übrigens sind nicht nur schweizerische Weinanbaugebiete auf die Rebsorten Merlot und Syrah spezialisiert, die Trauben sind auch typisch für Weine aus Kalifornien.

Wie in Frankreich wird in der Schweiz im Weinbau das sogenannte AOC-Siegel verliehen, um bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zu schützen. Das Siegel wurde bereits an mehrere Gemeinden in den einzelnen Kantonen vergeben. Um Qualitätsweine besonders hervorzuheben, gibt es innerhalb der AOC-Auszeichnung verschiedene Abstufungen. Im Tessin wird beispielsweise zusätzlich das Attribut „Viti“ (Vini Ticinesi) als Hinweis für besondere Qualität verliehen.

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